Produktions­schule

Kurzdarstellung der Schule

Die EIBE-Schüler der Adolf-Reichwein-Schule Marburg bilden mit einer Gruppe von "Arbeit und Bildung" (BBE-Gruppe) die Schüler der Marburger-Produktionsschule (MPS).

Die "Marburger Produktionsschule"

Neue Kasseler Straße 7a
35039 Marburg
Tel. 06421 / 88 64 71.


Hompage: www.marburger-produktionsschule.de

Knapp fünfzehn Jahre existiert diese Schule nun in Marburg. Die MPS ist ein Gemeinschaftsprojekt des Vereins von "Arbeit und Bildung" und der Adolf-Reichwein-Schule Marburg. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, Schüler und Jugendliche den Einstieg in das Berufsleben zu erleichtern. Gefördert wird die MPS unter anderem durch die Stadt Marburg, das Arbeitsamt, die Europäische Gemeinschaft und die hessische Landesregierung.

Wichtigste Zielgruppe der Einrichtung sind Jugendliche, die nur einen schlechten oder gar keinen Hauptschulabschluß vorweisen können, die Leistungsschwächen oder Lernbeeinträchtigungen haben, sowie generell Jugendliche mit schlechten Chancen auf eine Ausbildung.

Die Jugendliche lernen in der Schule projektorientiert zu arbeiten: Die erste Schülergruppe (Jahrgang 00/01), trug wesentlich zur Renovierung des Schulgebäudes bei. Im zweiten Durchgang (Schuljahr 01/02) wurden weitere Renovierungsarbeiten durchgeführt, aber auch schon kleine Arbeiten aus Holz und Stahl gefertigt. Besonders interrasant war hier die Produktion von Gartenmöbel, die reißenden Absatz bei Privatkunden hatte. In den laufenden Jahren wurden kleine als auch größere auftragsbezogene Projekte durchgeführt.
Anregungen und Ideen für neue Projekte stammen von den SchülerInnen selbst oder sind Aufträge von Außen. Theoretisches und praktisches Arbeitsverständnis sind in der Produktionsschule eng verknüpft. So werden die SchülerInnen unter anderem von fünf Fachlehrern der Adolf-Reichwein-Schule betreut, welche jeweils einen Tag in der Woche in der MPS verbringen und von drei Mitarbeiter (2 Sozialpädagogen und dem Anleiter der MPS) von "Arbeit und Bildung".

Die EIBE-Schüler verbrachten in den vorherigen Schuljahren immer noch einmal einen Tag in der Woche in der Adolf-Reichwein-Schule Marburg. Einen großen Wert legen wir auf die Entwicklung der Leistungsbereitschaft, welche essentiell für den späteren Einstieg in die Berufswelt ist. Ein weiterer Schwerpunkt ist die ständige Sozialpädagogische Betreuung der SchülerInnen und TeilnehmerInnen.

Zielgruppe:

  • Jugendliche im Alter von 15-19 Jahren,
  • die schwer vermittelbar sind oder arbeitslos waren,
  • überwiegend keinen Hauptschulabschluß besitzen,
  • Sprachprobleme haben (überwiegend Aussiedler) und
  • noch keine berufliche Orientierung aufweisen.

 

Einzugsgebiet:

Das Einzugsgebiet ist die Stadt Marburg, sowie die nähere Umgebung. Aufgrund unseres guten Konzeptes haben wir aber auch einige Schüler aus dem weiteren Umland (ca. 20klm).

Zielgruppenbezogene Problematik:

Viele unserer Jugendlichen sind schulmüde aber sehr gut im praktischen Arbeiten. Durch praktische Arbeit wollen wir sie wieder zum Lernen motivieren. Weiterhin hat ein Großteil unserer Schüler eine negative Sozialisation erlebt, die eine intensive sozialpädagogische Betreuung erfordert. Gerade mit unserem Ansatz projektorientiert zu Arbeiten wollen wir die einzelnen Fähigkeiten der Jugendlichen kennenlernen und fördern. Dieser pädagogische Ansatz hilft den jungen Menschen ihre Stärken und Schwächen kennen zu lernen und so eine berufliche Orientierung zu erlangen. Durch die Projektbeschreibung und intensive Sprachförderung wird weiterhin gerade den SchülerInnen mit Sprachförderungsbedarf gezielt geholfen.

Allgemeine pädagogische Konzeption und Handlungsziele:

Zu Beginn einer Maßnahme werden zuerst mit Hilfe der Fertigung von Kleinstgegenständen die Fähigkeiten und Kenntnisse der SchülerInnen ermittelt, um so einen Überblick zu bekommen. Während der späteren Phasen sollen die SchülerInnen einen Fertigungsprozess selbst vom Anfang bis zum Ende planen und ausführen.

Im folgenden sollen in Kurzform einige wichtige Kompetenzen aufgeführt werden die die SchülerInnen erlernen sollen:

  • Sozial-, Lern- und Fachkompetenz,
  • Verbrauchs- und Umweltbewusstsein,
  • verantworliche Mitgestaltung von Lernprozessen,
  • wirtschaftliche, technische, soziale und ökologische Verantwortung sowie
  • aktives, kreatives und fächerübergreifendes Lernen